2. Mai 2026
Brechen Sie aus Ihrem Gulli aus!
Text ohne KI geschrieben. Eine Schande, das immer anmerken zu müssen.
Bevor ich dem Blog eine Daseinsberechtigung ausspreche, lassen Sie mich das Thema kurz eingrenzen.
Hier lesen Sie über uns Menschen, die Sterne und seltsame Antworten, die ich bei der Recherche zu meinem neuesten Roman Quantulation erhalten habe. Antworten, die den deutschen Verteidigungsapparat nicht unbedingt weniger dubios klingen lassen.
Wir haben 2026, und diese Art der Kommunikation ist rückständig. Da wird ausgeholt und der andere Mensch für ganze MINUTEN von Videos ferngehalten. Was fällt mir ein? Gegen den Strom, sage ich!
Ein Mensch lebt etwa 40 Millionen Minuten. Das sind rund 80 Jahre. Ich plädiere stark dafür, dass mein Text und die darin enthaltenen Informationen wertig genug für 3–5 Ihrer Lebensminuten sind, je nachdem, wie schnell Sie lesen.

Bild: KI-Kreation vom dem, was ich sah. Kurz: Elon Musks Satelliten
Als Mystery- und Science-Fiction-Afficionado sind Sie hier ja nicht, weil ich so tolle Fotos gemacht habe, sondern weil ich — oh oh, das mag arrogant klingen — unter Umständen Ihren Horizont erweitern kann. Weil nichts anderes will ein Autor ja. Weil ich aus der tristen Welt eine Welt mache, die genug Raum für gnadenlose Phantasie bietet. Und ja, das tue ich manchmal.
Aber ich muss mir wohl die Frage gefallen lassen, wieso ich Text schreibe, denn als Marketing-Involvierter weiß ich, wie groß das Interesse an TikTok und anderen Kurzvideoplattformen ist und wie wenig Leute lesen.
Wissen Sie was? Ich kann nicht tanzen, spreche gewöhnlich ohnehin nicht auf jenen Plattformen, und wie es der Zufall will, schreibe ich ungeheuer gern.
Und heute habe ich etwas zu erzählen, was vielleicht nicht jeder erzählen kann.
Als ich die Idee zum Roman Quantulation hatte, stand ich in einem dämmrigen Wald. Nicht viele Tage zuvor wurde gewarnt, dass der Wolf zurück in den heimischen Wäldern war, und ich hatte schon irgendwie Respekt vor dem skrupellosen Vierbeiner, der meiner süßen Hündin bestimmt an den Hals will und auch vor meinem Gesäß nicht zurückschrecken würde. Doch zu meinem Glück kam kein Wolf, und wir — also meine Hündin Frieda und ich — hatten ein paar Minuten, um die ersten Sterne zu beobachten, die durch das Kronendach der Rotbuchen blinkten.
Übrigens: Wenn sie blinken, sind es Sterne. Wenn sie nicht blinken und stetig scheinen, sind es unsere Planeten. Ein ganz netter Trick, den ich vor Jahren las und immer wieder gerne anwende. Und natürlich muss ich damit prätentiös prahlen, aber verzeihen Sie mir den Spaß, es ist schließlich eine Bühne der Unterhaltung.
Was ganz sicher nicht am Himmel sein sollte, sind perlenkettenartige Gebilde (Bild oben), die sich von einem zum anderen Horizont bewegen und uns den Nachthimmel streitig machen. Aber Elon Musk war ja der Meinung, dass wir alle Starlink-Internet benötigen, und so wurde die Lichtverschmutzung nun sogar vom Himmel selbst aus erhöht, wenn die Satelliten in Perlen-Clustern in den Orbit geschossen werden und danach ihre endgültige Position ansteuern.
Und wenn man dann mit gewissen Apps und einem guten Auge raus hat, was wo und wann am Himmel fliegt, ist eigentlich alles erklärt. Oder?
Die ISS fliegt über unsere Köpfe. Die Venus zeigt sich. Alle paar Sekunden wieder Musks Netzwerkflöhe. Mal schiebt sich eine Boeing 747 durch die Luft und hinterlässt einen grauen Riss, und wenn man Glück hat, sieht man sogar mal eine Sternschnuppe, die je nach Zusammensetzung verschiedenfarbig aufglüht und den Himmel schneidet.
Ich weiß nicht, ob schon mal jemand etwas dazu gesagt hat, daher sage ich es jetzt:
Menschen, die nicht mit völliger Hingabe, Faszination und Ehrfurcht in den Himmel blicken und sich fragen, was dort alles ist, sind mir zutiefst suspekt.
Wer lieber die Fläche eines Flachbildschirms sieht als die Mysterien des Firmaments, der hat vergessen, wo wir herkommen und wo wir hinwollen. Die Erde ist nur ein Transitpunkt in unser aller Leben, denn wir sind Sternenstaub. Buchstäblich.
Nun. Ausschweifen kann ich, aber vielleicht ist das ja auch der Sinn von Text. Von Text, der ohne die Effizienz von KI geschrieben wurde. Wieso sollte man sonst bloggen.
Langes Vorgeplänkel, kurze Moral: Ich schaue gerne in den Himmel und bin durch und durch eine rationale Person, die aber genauso viele spirituelle Probleme hat, wie viele andere. Wir glauben, alles im Leben erklären zu können, und verstehen nicht, was wir erleben. Denn wo ist der Sinn in all dem?
Nun ja, das weiß der Herrgott. Doch den betet heute kaum noch jemand an.
Bleiben Sie bei mir, ich kriege gleich die Kurve.
Der Herrgott hat hier alles erschaffen. Oder ein Willensträger der anderen Religionen. Und demnach lässt sich mit ähnlicher Tragweite und Berechtigung behaupten, wie es eben alle Religionen tun: Es gibt einen Sinn im Leben.
Meine Mutter hat derweil immer gesagt, und sie sagt es noch immer: Das Leben ist dafür da, um das Beste daraus zu machen.
Und ja, auch das mag stimmen. Als grundsätzlich positive Konnotation und moralischer Hebel in unser aller Leben, die gelebt werden und Teil eines Systems sind, das leider Konformität begünstigt und den Leuten ein Ausbrechen erschwert, wo es nur kann.
Wie? Ist das etwa ein gesellschaftskritischer Einschlag? Gewiss. Nicht gegen meine Mutter, denn die meint das natürlich auf persönlicher Ebene und tut gut daran.
Das kommt, wenn man nachts im Wald steht und in den Himmel blickt. Das kommt, wenn man einige Täler erlebt hat und die Berg- und Talfahrten nicht als fair bewertet. Manche Leute starten auf der Alm, andere im Flussbett, und manch einer sogar im Straßengraben daneben. Da will ich Oscar Wilde zitieren:
„Wir liegen alle in der Gosse, aber einige von uns betrachten die Sterne.“

Quelle: Wikipedia.
Und genau das habe ich getan. Mich gefragt, wie man ausbrechen kann und wieso alles so ist, wie es ist. Wieso es sich nicht anfühlt wie die Gosse — denn die hat eine freie Sichtlinie ins Himmelszelt — sondern wie ein Gulli, durch den man die Sterne sieht. Der Gulli hat Eisenstreben. Wie ein Gefängnis. Und genau das scheint das Leben oft zu sein.
Das Gefängnis im eigenen Körper, dem Genlotto völlig ausgeliefert. Ebenso dem von Mutter Natur zitierten Regelkatalog. Wir müssen atmen — vergessen wir es einmal, kommen wir in arge Schwierigkeiten. Wir müssen essen und trinken, und wehe, es ist zu viel vom einen oder zu wenig vom anderen. Die Erde zu verlassen ist so schwer, wie wir zum Erdkern hingezogen werden. Die Gravitation zu überwinden ein gewaltvolles und schmutziges Unterfangen, das noch immer nicht selten tödlich endet. Und wenn wir es doch mal geschafft haben, oben im All anzukommen: dann besser hinter einer bleiernen Schicht, in klimatisierten Räumen, die bis auf Taucheranzugsgröße geschrumpft wurden.
Und das Traurige daran: Jeder, der da oben war, redet ohnehin nur von dem unfassbaren Wert der blauen Kugel. Weil es da oben wirklich nur schwarz und leer ist, in alle Richtungen, für eine Flugzeit, die mehrere Generationen bedeutet, bis das erste andere Sternensystem in 4,35 Lichtjahren Entfernung auftaucht. Alpha Centauri. Das aller Wahrscheinlichkeit nach gar nichts für uns bereithält.
Nach all diesen Feststellungen kann man also konstatieren: Das Leben als Mensch auf dieser Welt fühlt sich an, als säße man im Gulli, mit den Stahlstreben im festen Griff. Aber immerhin sehen einige von uns die Sterne.
Nun. Wenn man also hochblickt und da ist etwas Unerklärliches, dann schaut man doch genauer hin. Oder?
Es gibt sehr viele Geschichten, die sich genau um diesen Moment drehen. Die allermeisten davon sind nicht niedergeschrieben, sondern werden am Lagerfeuer erzählt. Von nicht mundtoten, aber sensibilisierten Menschen, die wissen, dass sie sich aus dem Fenster lehnen, wenn sie preisgeben, was sie gesehen haben.
„Ja, wir sind damals nach Kleve gefahren, durch die Felder, und dann sahen wir diese bunten Kugeln, die sich wie wild in der Luft gedreht haben, in einem bunten Tanz. Sie sind erst nah hinter dem Auto her und dann im Nachthimmel verschwunden“, sagte mir ein Freund. Das soll 30 Jahre her sein. Da gab es keine Drohnen.
Ich selbst habe auch mal ein UAP gesehen — ein Unexplained Aerial Phenomenon — und war glücklicherweise umgeben von sehr bodenständigen Menschen, die das nie im Leben bestreiten würden. Noch damit hausieren gehen, denn sie wissen um das Stigma derer, die sich ein Herz fassen und sagen, dass etwas Unerklärliches vom Gulli aus zu sehen war.
Denn die Krux ist: Die meisten Menschen wollen gar nicht, dass es Unerklärliches im oder außerhalb des Gullis gibt. Es ist gut so, wie es ist, und Firlefanz jedweder Couleur ist kein Teil unseres Lebens. Wir sind schließlich nicht im Weltraum, sondern im Dohlenweg, und Leute, die so was erzählen, sind Spinner, die wir hier nicht wollen. Genau.
Wenn man also Zeit seines Lebens mit Science Fiction zu tun gehabt hat und sich nicht nur lektorierte Geschichten in Buchbänden vorgenommen hat, sondern auch außerhalb der Literatur nach Geschichten gesucht hat, dann fällt es schwer, all diese Geschichten nicht zu sehen, die sich erheben und geradewegs anbiedern. Denn es gibt so viele davon.
Ein Höhepunkt der globalen UFO-Forschung kulminierte sicherlich darin, als Whistleblower David Grusch vor wenigen Jahren vor dem Kongress in den USA unter Eid aussagte, dass er im Verteidigungsleviathan der US-Streitkräfte von einem „Retrieval-Programm“ Kenntnis erlangt habe — einem Programm zur Suche und Erlangung abgestürzter UFOs. Und dass er der Meinung ist, die Welt müsse davon erfahren, denn es sei Unrecht, es geheim zu halten. Ketzer würden schreiben: Es sei UN-Recht, es geheim zu halten, denn alle großen Nationen wissen um diese Programme und betrügen ihre Wähler und Bürger gleichermaßen, aber ich bin ja kein Ketzer. :)
Dutzende weitere Menschen haben sich seitdem geäußert und Fragen ausgesetzt, die zumindest in eine ähnliche Richtung führen: Wir seien nicht allein. Die USA verfüge über Technologie unbekannter Herkunft. Es habe Bergungen gegeben. Roswell in den 1950er Jahren sei mehr als Folklore gewesen. Und viele weitere Aussagen sind seitdem gefallen. Ist wirklich wahr.
Leute mit Rang und Namen sind in den USA aus der Versenkung gekommen und haben ihre Reputation aufs Spiel gesetzt, um zu sagen, dass wir nicht alleine sind und die USA diese Technologie unter Verschluss hält.
Für die ganz hartgesottenen Gläubigen gibt es eine besondere Information, die mir bei meinen Recherchen begegnet ist und die ich mir nicht ausgedacht habe.
Ein ehemaliger CIA-Offizier mit einer 25-jährigen Laufbahn im National Clandestine Service und ebenso Mitglied des Senior Intelligence Service: Jim Semivan. Er hat gesagt:
„I have met with people who I know are in the know. One of them told me the truth is indigestible.“
Also sinngemäß:
„Ich habe Menschen getroffen, von denen ich weiß, dass sie Bescheid wissen. Einer von ihnen sagte mir, die Wahrheit sei unverdaulich.“
Die zugespitzte Version, geläufig in sozialen Medien, lautet derweil: „too terrifying to tell humanity“.
Moment. Was genau lesen Sie hier gerade? Dass ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter und Whistleblower vor dem US-Kongress unter Eid Aussagen machte, die wie Stoff aus einem schlechten Science-Fiction-Film klingen? Dass andere ehemalige Beamte, Militärs und Insider seit Jahren ähnliche Andeutungen machen?
Und so was schreibt der Vogt? Nun. Ja, und glücklicherweise titelt jede große Zeitung der Welt über dieses Thema, und selbst der Kongress beschreibt es in offiziellen Stellungnahmen.

Quelle: https://time.com/6298287/congress-ufo-hearing/
Uns Deutsche interessiert derweil wirklich nur eine Frage:
„Wie geht’s eigentlich dem Buckelwal Timmy?“
Ich habe natürlich auch ein Herz für Tiere, aber nicht selten erwische ich mich dabei, wie ich mir wünsche, dass wir die mediale Aufmerksamkeit neu ausrichten und den Menschen Informationen präsentieren, die einen Mehrwert bieten. Aber das scheint ein logischer Fehlschluss meiner Subjektivität zu sein.
Wenige Menschen in dieser Nische sind wirklich daran interessiert, ob wir alleine sind. Denn mit Verlaub, die meisten haben — und da zähle ich mich zu — so viel um die Ohren und so viele Verständnisprobleme bei der Frage, wie das Leben hier bei uns auf der Erde überhaupt funktioniert, dass für solche Fragen zum Universum kaum Zeit bleibt.
Aber die nehme ich mir natürlich dennoch. Und meine Romane Antinomie und Quantulation schlagen genau in diese Kerbe.
Im Zuge meiner Recherche — und nach dem ganzen Monolog komme ich jetzt zu dem Wert, den Sie meinem Artikel entnehmen sollen — bin ich mit einigen Verteidigungsapparaten unserer eigenen Regierung und Bundeswehr in Kontakt gekommen, um einen Fragenkatalog zu formulieren, der vieles aufdecken sollte.
Der Fragenkatalog sah wie folgt aus:
- Wie definiert die Bundeswehr den Begriff UAP? Gibt es eine einheitliche Arbeitsbeschreibung für ungewöhnliche Luft- oder Raumfahrtphänomene?
- Welche Stellen melden UAPs an die Bundeswehr bzw. an das Kommando Cyber- und Informationsraum?
- Gehen Hinweise eher über militärische Sensoren, zivile Behörden oder über beide Wege ein?
- Welche Rolle spielt das Kommando Cyber- und Informationsraum bei der Auswertung solcher Meldungen?
- Gibt es feste Verfahren oder Abläufe, wie UAP-Meldungen geprüft und eingeordnet werden?
- Welche technischen Sensoren oder Datenquellen nutzt die Bundeswehr generell, um ungewöhnliche Beobachtungen im Luftraum zu bewerten?
- Werden Daten aus verschiedenen Quellen (z. B. Radar, Satelliten, zivile Luftfahrt) miteinander abgeglichen, wenn eine Meldung unklar ist?
- Kommt in der Analyse automatisierte Datenverarbeitung oder KI-basierte Mustererkennung zum Einsatz?
- Findet zu diesem Thema ein Austausch mit NATO-Partnern oder anderen Staaten statt?
- Gibt es Fälle, in denen UAP-Meldungen für die Bundeswehr tatsächlich sicherheitsrelevant waren?
- Wie wird verfahren, wenn ein Phänomen trotz Untersuchung nicht erklärt werden kann?
Wohl wissend: Es gibt nicht nur den eben erwähnten David Grusch und seine Aussagen vor dem US-Kongress. Es gibt auch einen Lehrstuhl in Deutschland, Würzburg, der den Himmel nach UFOs scannt und regelmäßig hochinteressante Thesen und Arbeiten auf Kosten des Fiskus veröffentlicht. Denn es GIBT Unerklärliches. Buchstäblich unerklärliche Dinge, die die Verteidigungsgremien und Instrumente in meiner Kontaktaufnahme kategorisch verneint haben.
In einfachen Worten:
„Nein, es gibt nix, wir wissen nix, wir haben keine Ahnung.“
Ich wurde derweil darauf hingewiesen, die Korrespondenz meiner Nachrichten nicht namentlich einzelnen Personen zuzuordnen, und halte mich natürlich an diesen Hinweis. Ich solle auf „Sprecher von xy“ wechseln. xy steht für die verschiedenen Apparate, die ich kontaktiert habe, die ich hier aber ebenfalls nicht namentlich nennen werde.
„Spekulationen über außerirdisches Leben oder hypothetische Szenarien nehmen wir grundsätzlich nicht vor. Auch sogenannte ‚UFO-Akten‘ werden im Geschäftsbereich [...] nicht geführt.“
Die Antworten sind weitaus vielschichtiger als das und lassen bei mir keinen anderen Zweifel zu als: Die sagen nichts, weil sie nichts sagen wollen.
Da stellt sich dem Ottonormalkritiker natürlich sofort die Frage: Macht das alles Sinn? Man kann nicht auf der einen Seite einen Lehrstuhl einer staatlichen Universität finanzieren und auf der anderen Seite so tun, als hätte der deutsche Staat niemals irgendetwas gesehen. Der Lehrstuhl und all die Geschichten existieren eben, weil etwas gesehen wurde.
Abgesehen davon lade ich Sie hiermit ganz offiziell ein, meinen Roman Quantulation zu lesen. Vielleicht haben Sie danach eine andere Sicht auf Spiritualität und das Firmament. Und wenn es richtig gut läuft, lassen sich sogar die Eisenstreben des Gullis ein bisschen biegen.
SV